Ein Freelancer arbeitet seit drei Jahren exklusiv für denselben Auftraggeber, nutzt dessen Laptop und richtet sich nach dessen Arbeitsanweisungen. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine normale Auftragsbeziehung. Bei genauerem Hinsehen droht jedoch das Risiko einer Scheinselbstständigkeit. Wir prüfen Ihre Vertragsverhältnisse, schätzen das Risiko einer verdeckten Festanstellung ein und sorgen für rechtliche Sicherheit. Seit über 25 Jahren setzen wir uns für Arbeitgeber und Selbstständige ein. Als zertifizierte Kanzlei nach DIN ISO 9001:2015 analysieren wir Ihre individuelle Lage und zeigen Ihnen verlässliche Wege auf.
Wann liegt Scheinselbstständigkeit vor und welche Folgen drohen?
Wir untersuchen die vertragliche Gestaltung, die tatsächliche Arbeitsweise, die Integration in den Betrieb, die Weisungsgebundenheit und das unternehmerische Risiko Ihres Freelancers, um eine verdeckte Festanstellung nach den Kriterien der Rentenversicherungsträger rechtssicher auszuschließen. Eine bloße vertragliche Formulierung reicht nicht aus. Die Praxis zählt. Wenn ein Auftraggeber Arbeitszeit, Urlaub und konkrete Aufgaben detailliert vorgibt, greift die Rechtsprechung ein. Aus gutem Grund. Das Risiko ist erheblich. Scheinselbstständigkeit führt zu erheblichen Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen. Für bis zu vier Jahre. Hinzu kommen Strafen und Nachzahlungen bei der Steuer. Wir bewerten Ihre Situation vor diesem Hintergrund und vermitteln Ihnen Kriterien, an denen Sie sich orientieren.
Risiken für Auftraggeber und Unternehmen erkennen
Sie als Arbeitgeber tragen die volle Verantwortung für die korrekte Einstufung Ihrer freien Mitarbeiter, weshalb wir Ihre Bauverträge, Werkverträge und Dienstleistungsvereinbarungen auf Anzeichen von Weisungsabhängigkeit, fehlendem unternehmerischen Risiko und fester Eingliederung in den Betrieb untersuchen. Ein einzelner Freelancer im Team birgt schnell Gefahren. Nutzt er den Laptop des Unternehmens? Hat er eine feste E-Mail-Adresse? Erhält er Weisungen wie ein angestellter Arbeitnehmer? Diese Fragen klären wir. Danach bewerten wir die wirtschaftlichen Konsequenzen. Geht es um Sozialversicherung, Steuer oder das Arbeitsgericht? Wir entwickeln eine Strategie zur Umgestaltung des Vertrags. So minimieren Sie das Risiko künftiger Prüfungen der Rentenversicherung. Sie erhalten von uns eine ehrliche Einschätzung Ihrer vertraglichen Konstruktionen.
Rechtliche Verteidigung für betroffene Selbstständige
Selbstständige sehen sich mit dem Verlust ihrer Rechtsform, hohen Steuerschulden und Forderungen der Krankenkassen konfrontiert. Wir analysieren Ihre vertragliche Position, Ihre tatsächliche Unabhängigkeit, die Anzahl Ihrer Auftraggeber und Ihre unternehmerische Ausrichtung. Unser Ziel ist es, Ihre Interessen gegenüber den Behörden zu wahren. Dabei prüfen wir, ob eine Anfechtung oder ein Aufhebungsvertrag sinnvoll ist. Auch die Verhandlungen über mögliche Abfindungen gehören zu unserem Aufgabenbereich. Ihr Einkommen und Ihre wirtschaftliche Existenz stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Betriebsprüfung, Statusfeststellung und gerichtliche Verfahren
Bei einer angekündigten Betriebsprüfung oder wenn Arbeitnehmer ihre Rechte vor dem Arbeitsgericht geltend machen, begleiten wir Sie durch das gesamte Verfahren. Wir vertreten Sie in der Güteverhandlung, prüfen Fristen nach dem BGB und setzen uns für eine wirtschaftlich sinnvolle Einigung ein. Oft lässt sich ein Prozess vermeiden. Eine außergerichtliche Lösung spart Zeit und Geld. Ist der Gang vor Gericht unumgänglich, kämpfen wir für Ihren Anspruch. Wir prüfen jeden Vertrag im Detail. Läuft eine Frist ab? Wurde eine Kündigung korrekt zugestellt? Hat der Arbeitgeber seine Pflichten aus dem Bauvertrag erfüllt? Jedes Detail zählt. Mit unserem betriebswirtschaftlichen Hintergrund bewerten wir nicht nur die juristische Lage, sondern auch die kaufmännischen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen.
Wie vermeidet man Scheinselbstständigkeit in der Praxis?
Die klare Abgrenzung zwischen echter Selbstständigkeit und verdeckter Festanstellung erfordert präzise Verträge und disziplinierte Umsetzung. So sind Auftraggeber und Freelancer vor Nachzahlungen von Sozialabgaben, Steuern und juristischen Konsequenzen geschützt. Verträge müssen die Realität widerspiegeln. Ein Werkvertrag oder ein Bauvertrag nach VOB definiert klare Ergebnisse. Er reglementiert nicht den Arbeitsweg. Genau hier liegt der Unterschied. Ein Freelancer erbringt eine Leistung. Er folgt keinen Weisungen. Er trägt das unternehmerische Risiko. Fehlt es an einer dieser Voraussetzungen, greift das Arbeitsrecht. Das BGB liefert die Grundlage. Wir helfen Ihnen bei der Vertragserstellung. Wir zeigen Ihnen, worauf es im Alltag ankommt. So sichern Sie Ihren Betrieb langfristig ab.
Scheinselbstständigkeit und ihre Auswirkungen auf die Sozialversicherung
Stellt die Deutsche Rentenversicherung eine Scheinselbstständigkeit fest, fordert sie rückwirkend Sozialversicherungsbeiträge ein, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer anteilig zu tragen haben. Für beide Seiten kann das eine erhebliche finanzielle Belastung bedeuten – und im äußersten Fall sogar strafrechtliche Folgen haben. Die geforderten Beiträge erreichen mitunter sechsstellige Beträge. Jemand arbeitet ein Jahr lang, muss dann aber plötzlich alles zurückzahlen. Kein Szenario aus der Theorie, sondern eine echte Gefahr. Nachforderungen können sich über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren erstrecken – bei vorsätzlichem Verhalten sogar über dreißig Jahre. Unser Rat: Prüfen Sie frühzeitig. Warten Sie nicht ab, bis die Betriebsprüfung ansteht, sondern lassen Sie Ihre Verträge durch einen Fachanwalt kontrollieren. Wir untersuchen Ihren Vertrag und Ihre Abläufe im Alltag – so stellen Sie Fakten her, noch bevor ein Prüfer erscheint.
Jetzt Kontakt aufnehmen
Sie haben Fragen zu Ihrem Vertragsverhältnis oder möchten eine bestehende Zusammenarbeit rechtlich absichern? Wir beraten Sie ehrlich und lösungsorientiert. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir prüfen Ihre Lage und zeigen Ihnen verlässliche Wege auf.
